Speisekarte gestalten

Eine verkaufsstarke Speisekarte steigert Ihr Betriebsergebnis

Die Speisekarte ist das wichtigste Kommunikations-, Verkaufs- und Selbstdarstellungsmedium in Ihrem Gastronomie-Betrieb. Setzen Sie deshalb auf klare und eindeutige Botschaften.

Gezieltes Verkaufen ohne die Anziehungskraft von Bildern zu nutzen, ist kaum noch möglich. Für die Kartengestaltung bedeutet das: Bilder zuerst. Verstärkt werden kann der Bildeindruck durch direkt und unmittelbar platzierte Texte. Dabei müssen sich Bild und Text ergänzen, nicht ersetzen!

Die Lesekurve

Die Lesekurve ist der typische Blickverlauf beim Betrachten von Briefen, Broschüren, Magazinen und Zeitungen. Dieser Blickverlauf hat sich auch im Zeitalter der digitalen Medien bei Druckerzeugnissen nicht verändert:

Lesekurve nach VögeleDiese Blickfolge wurde von Siegfried Vögele, dem Experten für Direktmarketing, in den 1980er-Jahren mit der eigens dafür entwickelten Augenkamera erforscht.

Die rechte Seite der Speisekarte ist die „aktive“ für den Verkauf. Durch Bilder und Texte, die an der Lesekurve entlang führen, kann die Lesekurve als Verstärker genutzt werden.

Die Lesekurve ist immer ein liegendes „U“, das mehr oder weniger ausgeprägt ist. Je mehr Seiten Sie in Ihrer Karte haben, umso kürzer wird das „U“, d.h. umso weniger wird die linke Seite beachtet.

Mit diesem Wissen können Sie alle wichtigen Botschaften an Ihre Gäste und die „Gewinner“-Angebote so verteilen, dass sie ins Auge fallen und nicht mehr übersehen werden können. Gewinner sind die Artikel, die am meisten Euro in die Kasse wirtschaften, nicht als Umsatz sondern als Deckungsbeitrag. Suchen Sie in jeder Ihrer Warengruppen den Gewinner. Dieser Artikel braucht auf der Karte den besten Platz.

Sechs Tipps für eine verkaufstarke Speisekarte

  1. Platzieren Sie die ertragsstärksten Artikel auf einer Extra-Seite.
  2. Ergänzen Sie Ihre Speisekarte mit ausgewählten Getränke-Empfehlungen.
  3. Erstellen Sie eine „Profilierseite“. Hier werden alle Produkte angeführt, die das Besondere und Unverwechselbare Ihres Betriebes ausmachen.
  4. Ein lose eingelegtes Blatt wird wesentlich mehr beachtet als eine eingesteckte Karte.
  5. Allein durch das richtige Anordnen der Seiten der Karte können Sie Ihr Betriebsergebnis verbessern.
  6. Setzen sie die Preise ins richtige Verhältnis. So sollte zum Beispiel der Dessertpreis 1/3 des durchschnittlichen Hauptspeisenpreises nicht überschreiten.

Überlegen sie sich, welche Aufgaben Sie bei der Gestaltung Ihrer Speisekarte selbst übernehmen können und was Sie besser Profis überlassen. Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf. Ich helfe Ihnen, auch zusammen mit Partnern aus dem Bereich der Kartengestaltung, die für Sie passenden Möglichkeiten zu erarbeiten.